In einer Zeit der gesättigten Märkte, austauschbaren Produkte und Dienstleistungen muss es Aufgabe und Ziel eines jeden Unternehmens sein, die eigenen Marken durch verschiedenste Strategien von der Konkurrenz abzuheben und sich dadurch gezielt am Markt zu profilieren. Eine mögliche Strategie der Differenzierung stellt die Selbstdarstellung eines Unternehmens mittels Visueller Kommunikation dar: angefangen bei der Gestaltung des Markenzeichens (Logo/Signet), über die Image- und Absatzwerbung bis hin zum Messeauftritt des Unternehmens. Damit das Erscheinungsbild eines Unternehmens jedoch nicht nur ästhetische Hülle bleibt, müssen sämtliche visuellen Äußerungen mit unternehmensphilosophisch kongruenten Inhalten und Botschaften gefüllt und mit der Marken- bzw. Unternehmensidentität abgestimmt werden.
Visuelle Kommunikation im Kontext der Marken- und Unternehmenskommunikation
Zeitschrift: Medien Journal
Erscheinungsjahr: 2009
Umfang: 24 Seiten
ISBN-10: 3706547732
ISBN-13: 978-3706547734
Da es einem Unternehmen trotz besten Willens nicht möglich ist, mit all seinen Be-zugsgruppen bzw. mit der einzelnen Person dauerhaft persönlichen Kontakt zu pflegen, werden häufig massenkommunikative Mittel eingesetzt. Diese sind überwiegend visuell. Ausgehend von dieser Beobachtung diskutiert der vorliegende Beitrag die Schnittstellen zwischen den Bereichen „Visuelle Kommunikation“ und „Marken- und Unter-nehmenskommunikation“. Das Hauptziel des Artikels liegt darin, aus einer hermeneuti-schen Perspektive , die existierenden Forschungsergebnisse und Zugangsweisen zu akkumulieren und das Gebiet der „Visuellen Unternehmenskommunikation“ einzugrenzen. Zu Beginn des Beitrages werden grundlegende Begriffe definiert, um schließlich zu einer eigenen Definition des Ausdrucks „Visuelle Unternehmenskommunikation“ zu gelangen. Nachfolgend wird ein Modell der „Visuelle Unternehmenskommunikation“ vorgeschlagen und die eingangs erwähnten Schnittstellen zwischen den Bereichen „Visuelle Kommunikation“ und „Unternehmenskommunikation“ dargelegt. Der Artikel schließt mit einer Erörterung der Potentiale und Funktionen Visueller Kommunikation für Unternehmen und Marken.